Bayerische Teams bestimmen weiter das Geschehen

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Der Doppelspieltag in der Regionalliga Süd hat eindrucksvoll bestätigt: Die bayerischen Mannschaften haben im Süden der Floorball-Republik die Nase vorn. Am Samstag (17. April) marschierte das Spitzenduo Wikinger München und Lumberjacks Rohrdorf im Gleichschritt voran, am Sonntag (18. April) setzten die Red Hocks Kaufering ihren Angriff auf den dritten Tabellenplatz fort.

Das erste Match am Samstag bestritten die Lumberjacks Rohrdorf als Gastgeber gegen die United Lakers Konstanz. Die Vorzeichen waren klar: Tabellenzweiter gegen den Tabellenvorletzten. Nach kurzem Abtasten nahmen die Hausherren langsam das Heft in die Hand und erspielten sich ein Chancenübergewicht gegen den auf Konter lauernden Gegner. Durch einen schönen Schuss eines Rohrdorfer Verteidigers stand es nach dem ersten Drittel 1:0, im zweiten Spielabschnitt legten die Lumberjacks nach und erhöhten auf 4:0. Mit dieser komfortablen Führung für die Oberbayern ging es ins letzte Drittel. Rohrdorf schonte nun seine Kräfte und Konstanz verstärkte seine Angriffsbemühungen. Nach einem hohen Stock in Tornähe gab es einen Penalty für die United Lakers, den der Rohrdorfer Goalie jedoch halten konnte. Nach einem weiteren Tor für die Hausherren kam Konstanz kurz vor Spielende doch noch zum mehr als verdienten Ehrentreffer. Endstand also 5:1.

Im zweiten Spiel des Tages standen sich die Wikinger München und der VBC Olympia 72 Ludwigshafen gegenüber. Der Tabellenführer ließ gegen den mit nur sechs Feldspielern angereisten Gegner nichts anbrennen und tat einmal mehr etwas für sein überragendes Torverhältnis. Immerhin gelang es Ludwigshafen, im Vergleich zur 2:18-Klatsche im Hinspiel etwas besser gegenzuhalten. Am Ende stand es nach einer sehr einseitigen Partie 10:1 für München.

Für die Wikinger ging es gleich im nächsten Spiel gegen Konstanz darum, den Verfolgern aus Rohrdorf erneut einen Sieg vorzulegen. Dass dies gelingen würde, stand angesichts des Münchner Kaders mit zahlreichen Schweizern, Finnen und Schweden eigentlich außer Zweifel. Doch wie es manchmal so ist, kommt es anders, als man denkt: Konstanz igelte sich hinten ein und setzte auf Tempogegenstöße - und das erfolgreich. Schon nach gut einer Minute stand es 1:0 für den Außenseiter, der durch einen weiteren Konter wenig später sogar auf 2:0 erhöhen konnte. München rannte nun wütend gegen das Tor der Lakers an, doch der Konstanzer Torwart präsentierte sich in überragender Form. Gegen Ende des ersten Drittels gelang dem Tabellenführer mit einem Doppelschlag doch der Ausgleich. Wer nun an einen Einbruch der Lakers geglaubt hatte, sah sich getäuscht: Noch vor der Pausensirene erhöhte Konstanz auf 3:2. Im zweiten Drittel entwickelte sich dann ein Spiel auf ein Tor, nämlich das der Konstanzer. Diese hatten ihren Goalie gewechselt, doch auch der Vertreter hielt fantastisch. Tatsächlich gelang es München im zweiten Spielabschnitt nicht, eine der vielen Chancen zu verwerten. Im letzten Drittel machte sich die Müdigkeit in den Konstanzer Beinen zunehmend bemerkbar, sodass die Wikinger den 2:3-Rückstand in eine 5:3-Führung wenden konnten. Das Team vom Bodensee steckte jedoch nicht auf und wurde in Überzahl mit dem Anschlusstreffer zum 4:5 belohnt. München hatte sich zuvor schon mit einer ruppigen Spielart präsentiert und langte in den letzten Minuten noch härter zu, wobei manche Unsportlichkeit gar nicht geahndet wurde. Gut 20 Sekunden vor Schluss mussten gar zwei Wikinger auf die Strafbank und Konstanz spielte mit sechs Feldspielern gegen drei Münchner - doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen.

Beendet wurde der Spieltag in Rohrdorf mit dem Match zwischen den Gastgebern und Ludwigshafen. Von der ersten Partie schon strapaziert, suchten die Gäste ihr Heil in einer dichten Defensive. Rohrdorf diktierte jederzeit das Geschehen und lag nach dem ersten Drittel mit 2:0 in Front, nach dem zweiten Spielabschnitt stand es 4:0. Dem 5:0 folgte nach einem Konter das 1:5 aus Sicht der Ludwigshafener, die einen Konter mit einem Flachschuss ins lange Eck abschließen konnten. Rohrdorf legte zum 6:1 nach, der VBC antwortete mit dem 6:2. Die letzten beiden Treffer der Partie gingen auf das Konto der Lumberjacks, die einen verdienten und nie gefährdeten 8:2-Erfolg feierten.

Die Ergebnisse des Spieltags am Sonntag in München:

United Lakers Konstanz - Wikinger München II 3:1
VBC Olympia 72 Ludwigshafen - Red Hocks Kaufering 1:4
Red Hocks Kaufering - United Lakers Konstanz 4:1
Wikinger München II - VBC Olympia 72 Ludwigshafen 2:3

In der Tabelle liegt die erste Mannschaft der Wikinger München weiter vor den Lumberjacks Rohrdorf, die vor dem letzten Spieltag in Kaufering den zweiten Tabellenplatz bereits sicher haben. Zu mehr würde es nur dann reichen, wenn Rohrdorf beide Spiele gegen München und Kaufering gewinnt und die Wikinger zudem gegen Heidelberg verlieren - eine ziemlich unwahrscheinliche Konstellation. Spannung pur verspricht hingegen der Kampf um Platz drei: Den belegen derzeit die Bosch Anchors Stuttgart, die jedoch bereits alle Spiele absolviert haben. Kaufering mit einem und Heidelberg mit drei Punkten Rückstand können den Schwaben den Platz also noch streitig machen.

Die Spiele des letzten Spieltags:

Lumberjacks Rohrdorf - Wikinger München I
UC Heidelberg - Red Hocks Kaufering
Wikinger München I - UC Heidelberg
Red Hocks Kaufering - Lumberjacks Rohrdorf
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